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Dienstag, 28. Mai 2019

Friedrich Nietzsche begeisterte mit Antrittsvorlesung in Basel


Friedrich Nietzsche begeisterte vor 150 Jahren am 28. Mai 1869 mit seiner Antrittsvorlesung in Basel.

Mit gerade 24 Jahren wurde der noch nicht einmal promovierte Nietzsche 1869 auf den Lehrstuhl für griechische Sprache und Literatur an der Universität Basel berufen.

Nietzsche wurde wegen seiner zahlreichen Veröffentlichungen der Doktorgrad ohne Prüfung erteilt.

1869 ernannte die Universität Basel den 24-jährigen Friedrich Nietzsche ohne vorherige Habilitation zum Professor für griechische Sprache und Literatur. Für den Vielbegabten begann eine bewegende Zeit. Doch nur zehn Jahre später konnte Nietzsche sein Amt als Professor nicht länger ausüben.

„Noch nie habe ich einen jungen Mann gekannt […], der so früh und
so jung schon so reif gewesen wäre wie dieser Nietzsche.“

Mit diesen Worten preist der Leipziger Professor Friedrich Wilhelm Ritschl seinen Doktoranden bei den Kollegen in Basel an. Und die Schweizer greifen zu. Ohne vorherige Habilitation vertrauen sie dem 24-Jährigen die Professur für griechische Sprache und Literatur an. Zweifel hat nur Friedrich Nietzsche selbst.

„Vielleicht gehöre ich überhaupt nicht zu den spezifischen Philologen. […] Es fehlte an einigen äußeren Zufälligkeiten, sonst hätte ich es gewagt, Musiker zu werden.“

Der Pastorensohn Nietzsche findet in Basel findet neben dem Moralphilosophen Arthur Schopenhauer sein zweites Idol: den Komponisten Richard Wagner, der im nahen Tribschen ein Landhaus bezogen hat. An beiden schätzt er „die ethische Luft, den faustischen Duft, Kreuz, Tod und Gruft.“

Weblink:

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